„Imagine“ – Eine Einladung zur inneren Verantwortung
- Georg

- 1. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Gliederung
Das Lied, das die Welt verändern wollte.
Ich liebe Filme, was hat das mit Imagine zu tun?
Jetzt Komme ich ins Spiel
Die Brücke zur GfK
Deine Einladung
Einleitung
Für eine Reihe bei Instagram sammelte ich Zitate, die mein Leben bereicherten und beeinflussten. Schau gerne nach unter https://www.instagram.com/georgschneeberger Eines dieser Zitate ist aus dem Lied "Imagine" von John Lennon. Liebe Leser_innen, heute geht es mir um eine Veränderung der Welt. bist du bereit, mit mir einzutauchen?
Das Lied, das die Welt verändern wollte
Am 9. September 1971 erschien John Lennons zweites Soloalbum Imagine – ein Meilenstein der Musikgeschichte (Siehe en.wikipedia.org )
Die gleichnamige Single folgte am 11. Oktober 1971 in den USA und sollte zu einer der einflussreichsten Friedenshymnen des 20. Jahrhunderts werden
(siehe www.history.com)
Doch woher kam diese Vision einer Welt „ohne Himmel, ohne Hölle, ohne Länder“? Die Inspiration lag näher, als viele ahnten: Lennons Frau Yoko Ono hatte 1964 ihr konzeptuelles Buch Grapefruit veröffentlicht – eine Sammlung poetischer Anweisungen, die zum Träumen einluden. Besonders das Gedicht „Cloud Piece“ aus dem Jahr 1963 prägte Lennon: „Stell dir vor, die Wolken tropfen. Grabe ein Loch in deinem Garten, um sie hineinzulegen.“ ( Quelle www.bbc.com )
Diese sanfte Aufforderung zum inneren Bildermachen wurde zum Keim von Imagine.
Ich liebe Filme, was hat das mit Imagine zu tun?
Einer meiner Lieblingsfilme ist Forrest Gump. Im Film Forrest Gump (1994) gibt es eine berührende Szene, die viele für historisch halten: Forrest sitzt in der Dick Cavett Show neben John Lennon – ein Meisterwerk der Filmtechnik, bei dem echtes Archivmaterial von Lennons Auftritt vom 11. September 1971 mit Tom Hanks’ Bild per CGI kombiniert wurde (www.fabfourstore.com).
Doch der Film dreht die Geschichte spielerisch um: Forrest berichtet von seiner Zeit in China – „Da haben sie keine Kirchen, sie gehen nirgendwohin“ – und als Cavett erstaunt sagt „Hard to imagine“, antwortet Lennon mit einem Augenzwinkern: „Well, it’s easy if you try, Dick.“
Der Film suggeriert humorvoll, Forrest habe Lennon zur Inspiration für Imagine gegeben – eine poetische Umkehrung, die uns daran erinnert: Veränderung beginnt oft im scheinbar Naiven, im Unverstellten.
Jetzt Komme ich ins Spiel
Vergangenes Jahr lag ich an einem Abend in einem Tipi am Lagerfeuer während eines Retreats in Dänemark. Jemand begann im Singing Circle Imagine zu singen. Die Stimme trug durch die Stille der Nacht, das Feuer knisterte, und plötzlich stellte sich mir eine tiefe Frage:
Was hat sich wirklich verändert, seit Lennon 1971 diese Zeilen schrieb?
Die Welt von heute ist durchzogen von Konflikten, von Trennung statt Verbundenheit. Und doch – in diesem Moment im Kreis von Menschen, die gemeinsam atmeten, sangen und präsent waren – spürte ich: Die Vision von Imagine lebt nicht in großen politischen Gesten. Sie lebt in jedem Moment, in dem wir bewusst wählen: Verbindung - Achtsamkeit - Verantwortung.
Die Brücke zur Gewaltfreien Kommunikation GfK
Genau hier berührt sich meiner Meinung nach Lennons Vision mit der Weisheit von Marshall B. Rosenberg, dem Begründer der Gewaltfreien Kommunikation (GfK). Rosenberg schrieb:
„We are dangerous when we are not conscious of our responsibility for how we behave, think, and feel.“(„Wir sind gefährlich, wenn wir uns unserer Verantwortung für unser Verhalten, Denken und Fühlen nicht bewusst sind.“)– Marshall B. Rosenberg, Nonviolent Communication: A Language of Life
"Imagine" lädt uns meiner Meinung nach zu Social Change ein, uns eine Welt ohne Grenzen vorzustellen. GfK gibt uns den Weg schon heute so zu leben:
Statt zu interpretieren → Beobachten
Statt zu verurteilen → Gefühl & Bedürfnis benennen
Statt zu fordern → Bitten
Für mich bedeutet Vorstellung und Verantwortung: Ich erkenne, was ich fühle. Ich benenne, was ich brauche. Ich handle aus Herzensverbundenheit und will wissen, wie es meinem Gegenüber geht.
Deine Einladung - wie Kreismagie entsteht
Vielleicht singst auch du manchmal Imagine – so wie ich in der Dusche, im Auto, beim Yoga oder sogar am Lagerfeuer. Dann lade ich dich ein:
Atme ein. Spüre den Moment.
Wo kann ich heute eine Brücke bauen statt eine Grenze ziehen? Wie kann ich heute aus dem ‚lichtvollen Selbst‘ handeln, wie ich es in meinen schamanischen Zeremonien in Wettstetten erfahre?
Denn Imagine ist kein Lied über eine ferne Utopie. Es ist eine Einladung, die Welt in uns zu verändern. Und von innen nach außen zu heilen.
Dieser Artikel entstand mit Herzensverbundenheit in Kreismagie, Wettstetten – einem geschützten Raum für Yoga, GfK und schamanische Begleitung mitten in Bayern, nahe München. Wenn du tiefer gehen möchtest: Unsere nächsten Trommelabende und Kakao-Zeremonien öffnen Raum für solche Fragen – achtsam, respektvoll, gemeinsam. 🌿
P.S.: Ein Teil der Einnahmen aus unseren Angeboten fließt in soziale Projekte – denn Verantwortung zeigt sich auch im Teilen. 💛




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